ZENTRUM X

 

"Bevor ich mich nun konkreten Krankheitsfällen zuwende und von deren Diagnose und Heilbehandlung spreche, muss ich eine wichtige Entdeckung erwähnen, die in den letzten Jahren für mich eine überragende Rolle spielte. Es handelt sich um ein Nervenzentrum im unteren Rücken. Der Einfachheit halber nenne ich es „Zentrum X“. Einiges darüber habe ich schon in „Raten und Retten“ gesagt. Es sind, soviel ich bis heute weiss, zwei übereinander liegende Nervenzentren in Kreuzbeinwirbelhöhe 4/5, Bei Erwachsenen 10 cm rechts und links von der Wirbelsäule, dass eine 6 cm, dass andere 10 cm tief liegend. Es scheinen Akupunkturmeridiane zu sein. Als einfacher Praktiker hatte ich wenig Lust und Zeit, mich mit dem Wesen dieser so wichtigen Zentren zu befassen. Ich fragte mehrmals Ärzte, sie hatten dafür aber nur ein Achselzucken übrig. Akupunkteure dagegen wüssten darüber ein wichtiges Wort zu sagen.

 

Ich stiess auf diese entscheidend wichtigen Zentren bei meinen umfassenden Pendeluntersuchungen. Wenn ich fragte: „Wo befindet sich der Ort, der die Störung verursacht?“, gab das Pendel öfters diese Stelle an. Heute weiss ich für viele unerklärliche Erkrankungen, die die Ärzte entweder als Allergien oder als Einbildung abtaten, die Erklärung und den Ansatz zur Heilung. Mein genaues und ausführliches Arbeiten hat sich also gelohnt.

 

Ich werde im Verlauf meiner Darlegungen immer wieder auf dieses geheimnisvolle Zentrum X zurückkommen.

 

Die Behandlung dieses Zentrums ist verhältnismässig einfach. Das ganze Kreuz wird 3-4 Monate lang kräftig mit Olivenöl einmassiert, vor allem das Zentrum X. Aber auch vorne die Leisten, hinunter bis zur Blase. Nur ist zu sagen, dass in den ersten Wochen fast unerträgliche Kreuzschmerzen auftreten können. Da heisst es durchhalten, und der Erfolg bleibt nicht aus" (P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 17 ff).

 

"...Hier möchte ich noch anfügen, dass die Behandlung vom Zentrum X mehrmals rätselhafte, nicht im Kopf lokalisierte epileptische Anfälle beseitigte. Vielleicht dass sich ein Arzt oder Doktorand genauer mit dem Problem befasst; es könnte für ihn eine Lebensaufgabe werden und für viele leidende Mensche eine grosse Hilfe"

(P. Thomas Häberle, Raten und Retten, Residenz Verlag, S. 46).