AUGENLEIDEN

 

(Helfen und Heilen, Pater Thomas Häberle OSB, S. 132 ff)

 

Augenbad nach Pater Thomas Häberle OSB

Diesselben Augenbänder rate ich auch immer bei starker Übermüdung der Augen und bei Sehstörungen, die nicht selten die Ursache in einer schlechten Nierentätigkeit haben. Es liegt auf der Hand, dass man in letzterem Falle nicht nur die Augenbäder nimmt, sondern ebenso raschestens für eine bessere Nierentätigkeit sorgt.

(Den Öltest vornehmen)

 

Des weiteren kenne ich mehrere Fälle von einfachen bis schwersten Sehstörungen, ja von eigentlicher Erblindung, wo die Ärzte keine Erkrankung der Augen feststellen konnten und vor einem Rätsel standen. Das Pendel wies auf Zentrum X hin. Entsprechende Ölmassagen brachten schon mehrmals fühlbare Besserung. Es ist aber hier zu sagen, was bei Störungen durch Blutergüsse im Kopf allgemein gilt: Je weiter die Erkrankung zurückliegt, umso schwieriger gestaltet sich eine Heilung und ist bei total abgestorbenen Zellen aussichtslos.

 

„Ich sehe immer schlechter“

Schlimmer war‘s bei Bruder Thomas. Er zählt 83 Lenze und ist am Erblinden. So gerne würde er noch arbeiten und wie eh und je das Amt des Pförtners versehen, aber der Arzt kann ihm keine Hoffnung machen. Da erhalte ich Bruder Thomas‘ Fotografie und teste. Ich stelle Überdruck im Hinterkopf fest und eine Störung im Zuckerhaushalt. Bruder Thomas muss nun den Nacken mit Kohlblatt und Olivenöl behandeln, das Kreuz im Zentrum X und die Leisten kräftig mit Olivenöl massieren und vorderhand auch Zuckerdiät halten. Zum Süssen darf er nur echten Bienenhonig nehmen. In erstaunlich kurzer Zeit lässt sich am Telefon die Stimme eines seiner Mitbrüder vernehmen: „Bruder Thomas kann wieder lesen und versieht seinen Dienst wie früher!“ – Wirklich: Er und ich, wir danken beide bewegt Gott und der Gnadenmutter von Einsiedeln. Man bringt auch Sehbehinderte und schwer schielende Kinder zu mir. Da ist die 7jährige Agatha mit ihrem jüngeren Schwesterlein. Der Arzt hat Agatha schon operiert, leider mit wenig Erfolg. Für die jüngere Schwester stellte er eine Operation in Aussicht. Beide Kinder haben einen Bluterguss im Kopf. Die Mutter scheut die Mühe nicht, macht die Ölmassagen für den Kopf, legt auf den Nacken Kohlblatt auf und lässt die Kinder die Augen fleissig mit Salzwasser baden. Nach Monaten sieht Agatha wesentlich besser; Erblindung ist nicht mehr zu befürchten. Bei der jüngeren Schwester spricht der Arzt nicht mehr von einer Operation.

(Sammeln und Sichten, Pater Thomas Häberle OSB, S. 30ff)