ZENTRUM X

 

"Bevor ich mich nun konkreten Krankheitsfällen zuwende und von deren Diagnose und Heilbehandlung spreche, muss ich eine wichtige Entdeckung erwähnen, die in den letzten Jahren für mich eine überragende Rolle spielte. Es handelt sich um ein Nervenzentrum im unteren Rücken. Der Einfachheit halber nenne ich es „Zentrum X“. Einiges darüber habe ich schon in „Raten und Retten“ gesagt. Es sind, soviel ich bis heute weiss, zwei übereinander liegende Nervenzentren in Kreuzbeinwirbelhöhe 4/5, Bei Erwachsenen 10 cm rechts und links von der Wirbelsäule, dass eine 6 cm, dass andere 10 cm tief liegend. Es scheinen Akupunkturmeridiane zu sein. Als einfacher Praktiker hatte ich wenig Lust und Zeit, mich mit dem Wesen dieser so wichtigen Zentren zu befassen. Ich fragte mehrmals Ärzte, sie hatten dafür aber nur ein Achselzucken übrig. Akupunkteure dagegen wüssten darüber ein wichtiges Wort zu sagen.

 

Ich stiess auf diese entscheidend wichtigen Zentren bei meinen umfassenden Pendeluntersuchungen. Wenn ich fragte: „Wo befindet sich der Ort, der die Störung verursacht?“, gab das Pendel öfters diese Stelle an. Heute weiss ich für viele unerklärliche Erkrankungen, die die Ärzte entweder als Allergien oder als Einbildung abtaten, die Erklärung und den Ansatz zur Heilung. Mein genaues und ausführliches Arbeiten hat sich also gelohnt.

 

Ich werde im Verlauf meiner Darlegungen immer wieder auf dieses geheimnisvolle Zentrum X zurückkommen.

 

Die Behandlung dieses Zentrums ist verhältnismässig einfach. Das ganze Kreuz wird 3-4 Monate lang kräftig mit Olivenöl einmassiert, vor allem das Zentrum X. Aber auch vorne die Leisten, hinunter bis zur Blase. Nur ist zu sagen, dass in den ersten Wochen fast unerträgliche Kreuzschmerzen auftreten können. Da heisst es durchhalten, und der Erfolg bleibt nicht aus" (P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 17 ff).

 

"...Hier möchte ich noch anfügen, dass die Behandlung vom Zentrum X mehrmals rätselhafte, nicht im Kopf lokalisierte epileptische Anfälle beseitigte. Vielleicht dass sich ein Arzt oder Doktorand genauer mit dem Problem befasst; es könnte für ihn eine Lebensaufgabe werden und für viele leidende Mensche eine grosse Hilfe"

(P. Thomas Häberle, Raten und Retten, Residenz Verlag, S. 46).

 

Kreuzschmerzen

Nun tritt ein Mann namens Isidor ein, der über Kreuzschmerzen klagt.

Sind die Schmerzen im oberen Teil des Kreuzes oder zeigen sie sich gegen das Rückenende? Es können kranke Nieren sein, Nierenbeckenentzündung oder Nierensteine und Nierengriess. Im ersten Fall helfen Massagen der Nierengegend, also in der mittleren Rückengegend. Der Patient lebe möglichst salzlos und trinke fleissig Nierentee. Er hüte sich vor Eis und kalten Getränken, vor allem kohlensäurehaltigen, und sorge auch dafür, dass die Nierengegend warm gehalten wird. Doch hier wird erschreckend viel durch Unvernunft gesündigt.

Wenn Nierensteine und -griess vorhanden sind, ist der Brennessel-Stechpalmen-Tee erfolgreich. Ich kann nicht begreifen, warum man in Spitälern die Nierenkranken mit sogenannten Dursttagen quält. Es muss doch Flüssigkeit aufgenommen werden, damit die Giftstoffe abgehen. Man sage nicht, die Gewebe seien sonst schon voll Wasser, also dürfe man nicht noch mehr Flüssigkeit zuführen. Meiner Meinung nach ist bei der Behandlung von kranken Nieren eine Gesamttherapie das einzig Richtige. Dann werden die Nieren wirksam entlastet, und es bedarf nicht der schmerzhaften Nierenwäsche.

Sind Blasensteine und Blasengriess vorhanden wird vorgegangen wie bei den Nierensteinen. Wichtig ist, dass bei Urindrang die Blase sofort entleert wird, sonst können schwerste Störungen auftreten. Besonders Angestellte in öffentlichen Betrieben, Verkaufs- und Servierpersonal, Lehrer und Geistliche sind in dieser Hinsicht gefährdet. Warum falsche Scham? Auch wenn viele Menschen vor dem Beichtstuhl warten, begreift jedermann, dass der Geistliche nach einiger Zeit kurz an die frische Luft geht. auch die Schüler wissen dass ihre Lehrer Menschen sind wie alle anderen. Um Erkrankungen der Blase vorzubeugen, empfiehlt es sich, im Winter und in der Übergangszeit gutes Schuhwerk und warme Strümpfe und Socken zu tragen. Besonders kalt sind Beton- und Zementböden; da braucht man gut wärmespendendes Schuhwerk.

Nun zu jenen Kreuzschmerzen im unteren Rücken, die nichts mit den Nieren zu tun haben und auch nicht rheumatischer Natur oder eine Entzündung des Ischiasnerves sind. (Im Fall von Ischias und Rheuma sind immer noch Warmhalten und Massagen mit Olivenöl das beste.)

Unser Patient Isidor klagt also über Kreuzschmerzen in den unteren Rückenpartien. Auch scheint er Arthritis in der rechten Hüfte zu haben. Das Reissen und Ziehen reicht von den Leisten bis zum Knie hinunter.

Hier nun bringen wir das eingangs schon genannte Zentrum X zur Sprache.

Das Zentrum X ist ein ausserordenlich wichtiger ort im menschlichen Leib und trägt entscheidend zum Wohl und Wehe des Menschen bei. Die Erkrankung von Organgen hängt oft ursächlich mit jenen Meridianpunkten zusammen.

So ist für eine Heilung von Zuckerstörung primär nicht das erkrankte organ, die Bauchspeicheldrüse, zu behandeln, sondern das Zentrum X, wie ich schon beim Kapitel "Asthma" im Fall von Zuckermangel bemerkt habe.

Im eben genannten Fall von Isidor verursacht die Störung im Zentrum X eine Störung im Kalkhaushalt und bringt darum die gichtartigen Veränderungen in Hüfte, Leisten und Knien mit sich. Hier hat es nun keinen grossen Wert, eine Hüftoperation vorzunehmen; die Wurzel des Übels wird damit nämlich nicht erfasst. Vielmehr müssen, wie schon früher bemerkt, das Kreuz, insbesondere das Zentrum X, die Leisten, die Hüften, Oberschenkel und Knie massiert werden; diese Massagen beeinflussen auch die lebenswichtigen Lymphbahnen günstig. Man erreicht dadruch auch die Blutbahnen, sodass sich die gichtbefallenen Stellen wieder regenerieren können.

Vielleicht bringe ich mit meinen Ausführungen über das Zentrum X einen Stein ins Rollen. Ich bin oftmals im Falle der unheilichen und geheimnisvollen multiplen Sklerose (MS) konsultiert worden. Die MS ist nach dem Urteil der Ärzte unheilbar. Sie wird angeblich durch eine Erkrankung des Rückenmarks feststellbar, dagegen fast immer eine Störung des Zentrums X. - Dass ich in vielen solchen Fällen helfen konnte, bestärkt mich in meiner Ansicht. Mit dieser Feststellung will ich auch vielen hoffnungslos leidenden Kranken Mut machen. Durch die Behandlung des Zentrums X erübrigen sich auch oftmals Hüftgelenks- und Rückenoperationen.

Aus der gleichen Quelle geht - wie ich schon des öfteren feststellen konnte - die sogenannte Bechterewsche Krankheit mit ihren Lähmungserscheinungen hervor. So muss ihre Behandlung ebenso vom Zentrum X aus vorgenommen werden.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 53-56).

 

Diabetes

Dasselbe gilt von der Diabetes, der gefürchteten und besonders im Alter auftretenden Zuckerkrankheit. Auch hier kann ich grosse Erfolge aufweisen. Ein 60jähriger, übergewichtiger Mann aus Südtirol fragt mich um Rat. Er leidet unter schwerer Atemnot, und kein Arzt hat ihm bisher helfen können. Ich teste den Mann. Er hat Zucker. Man sieht's ihm übrigens schon von weitem an. Ich lasse ihn Zuckerdiät halten: Zum Süssen dürfe er nur echten Bienenhonig nehmen und müsse täglich eine gehörige Portion Haferflocken essen. Überdies stelle ich auch eine starke hormonale Störung fest, die vom Zentrum X herrührt. Ich gebe dem Mann daher auch Pfarrer Künzles Frauentee mit und rate ihm, die Kreuz- und Lendenmassagen durchzuführen. - Nach 3 Monaten zeigt er sich wieder. Das Asthma hat sich verloren, das Gewicht ist um 18 kg zurückgegangen, er ist froh und munter und dankt in seiner treuherzigen Art: "Hochwürden, Sie haben mich gesund gemacht, i dank recht sakrisch!"

Ich? Muss ich nicht sagen, es war die Hand, die mich unsichtbar begleitet und die für alle da ist, die sich von ihr führen lassen wollen?

Vielen Zuckerkranken könnte so verhältnismässig leicht geholfen werden. - Es ist klar, dass auch tägliches Yoga-Turnen, besonders die Rumpfbeuge, zur Heilung von Zuckerstörungen wesentlich mithelfen kann.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 57).

 

Ein Fall für viele:

Urindrang

Jakob tritt ein, ein Junggeselle um die 40. Er schildert sein Leiden, das bei Männern und Frauen gar nicht so selten vorkommt und für das Ärzte keine Erklärung haben. Jakob hat ständig Urindrang, hauptsächlich tagsüber, aber auch nachts. Der Urin ist hell wie Brunnenwasser, höchstens hellgelb. Jakob leidet auch viel unter Durst. Ist es die Zuckerkrankheit? Jakob hat schon mehrmals Ärzte aufgesucht, die Ärzte fanden aber nichts. "Reizblase", so hiess es, und damit müsse er sich abfinden. - Ich stelle bei Jakob eine Störung im Zuckerhaushalt, herrührend vom Zentrum X, fest. Jakob machte nun Kneipp-Güsse mit kaltem Wasser. Nach 2 bis 3 Wochen hörte der Urindrang auf, und das Trinkbedürfnis hielt sich in normalem Rahmen.

Jakob hätte auch die Kreuz- und Leistenmassage anwenden können, nur hätte die Kur dann länger gedauert.

Sehr oft wird bei diesem Leiden auch eine Vergrösserung der Prostata vermutet, aber zu Unrecht. Die Störung im Zentrum X kann auch schwere Nachteile für die Augen bringen. Die Augenränder sind gerötet, die Lider blinzeln ständig, der Patient leidet unter abnehmender Sehkraft. Die Ursache dieser Störungen liegt primär nicht in den Augen oder im Sehzentrum im Kopf, sondern beim Zentrum X. - Wie ich schon bemerkte, kann diese Störung zu unheilbarer Erblindung führen, was ich schon mehrmals feststellen musste. Nur eine rechtzeitige Behandlung des Zentrum X und die täglichen Augenbäder können Heilung bringen.

 

Darmdivertikel

Lorenz bittet um einen Rat: " Soll ich mich operieren lassen? Ich bin immer gebläht, obwohl ich langsam esse und gut kaue. Auch habe ich Blut im Stuhl. Der Arzt stellte Divertikel im Dickdarm fest, und die müssten operiert werden, sonst gebe es Stauungen, wodurch der Darm langsam absterbe."

Ich pendle und stelle als Ursache eine Störung im Zentrum X fest. Die Störung weist auf leichten Zucker und auf Kalkmangel hin. Für mich ist die Sache nun klar: Infolge der Störung im Zentrum X ist die Unterleibsmuskulatur zu wenig ernährt, die Blut- und Lymphbahnen sind gestaut. Infolgedessen sackt die Bauchmuskulatur zusammen. Die gezielten Massagen von Kreuz- und Leisten halfen, die lästigen Blähungen verschwanden, und die Divertikel lösten sich.

Und da wir schon beim Zentrum X sind, führe ich mehrere Krankheiten an, denen bei richtiger Behandlung einhalt geboten werden könnte. Ich führe diese Leiden in freier Reihenfolge an.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 59).

 

Allergien

Sie äussern sich bei Kindern und Erwachsenen mit oft schweren Ekzemen, besonders an den Händen und Armen, aber auch am ganzen Leib. Die Ursache kann manchmal ein Fistel oder Zyste sein, in der Mehrzahl der Fälle liegt sie aber beim Zentrum X. Hier tragen in der Regel Zuckermangel und hormonale Störungen die Schuld. Es müssen 3 bis 4 Monate lang Kreuz und Leisten gezielt massiert werden, zusätzlich wirkt Pfarrer Künzles Frauentee, 2 bis 3 Tassen am Tag, und bei Zuckermangel echter Bienenhonig.

 

Heuschnupfen

Zu den Allergien rechnen wir auch den gefürchteten Heuschnupfen. Die Behandlung wird ziemlich die gleiche sein wie überall, wo die Ursache beim Zentrum X liegt. Sehr zu empfehlen sind auch Gesichtsbäder mit warmem Salzwasser.

 

Schluckauf

Auch das lästige krampfartige Aufstossen (Schweizerdeutsch: Hixi, Hitzger) kann man rasch zum Aufhören bringen, wenn man das Zentrum X massiert.

 

Pigmentflecken

Sie sind sehr gefürchtet, weil sie Gesicht und Hände verunstalten. Sie scheinen auch vom Zentrum X herzukommen und stehen mit hormonalen Störungen in Beziehung. - Bei einem 4jährigen Mädchen trat der Erfolg mit Kreuz- und Lendenmassagen ein, Erwachsene dagegen haben mir noch nie einen Erfolg berichtet.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 59 & 60).

 

Bluterkrankheit

Auch diese schlimme Krankheit, wo das Blut nicht gerinnen will und der Kranke wegen einer geringfügigen Schnittwunde verbluten könnte, ist grundsätzlich heilbar. Wo immer ich testete, lag die Ursache im Zuckermangel, hervorgerufen durch eine Störung im Zentrum X.

Indes habe ich mit den Leuten wieder einmal meine Erfahrungen gemacht: Da kam ein jüngeres Elternpaar mit ihrem 5jährigen Söhnlein, das an der Bluterkrankheit litt. Der Test ergab das gewohnte Bild: Zuckermangel, herrührend vom Zentrum X, mit Sekundärstörung der Bauchspeicheldrüse. Ich gab die entsprechenden Anweisungen: Massagen vom Zentrum X und der Leisten mit Olivenöl, täglich Haferflocken, etwas Bienenhonig und eine halbe Tasse Frauentee Künzle I/25. Dabei legte ich den Eltern dringend ans Herz, mir nach drei Monaten über Erfolg oder Misserfolg der Kur zu berichten, da es sich für mich um einen wichtigen Testfall handle. Die Eltern versprachen es, liessen aber nie etwas von sich hören. Erst gut ein Jahr später wandten sie sich von neuem an mich, sie bräuchten dringend meinen Rat; das Kind schien ein halbes Jahr von seiner Krankheit geheilt, nun stellten sich wieder Störungen ein. Auf meine Frage, warum sie über den anfänglichen Erfolg nicht berichtet hätten, erfolgte verlegenes Schweigen! Die Kur muss nun wiederholt werden und bedarf wohl ständiger Kontrolle.

In diesem Zusammenhang muss ich eine entscheidende Bemerkung anfügen: In vielen Fällen, wo sich meine Anweisungen erst als erfolgreich erwiesen, gab es nach Monaten oder Jahren wieder Rückfälle. Ich habe diese Tatsachen schon mehrmals angeführt; nun nenne ich sie nochmals in einer grossen Zusammenschau. Wenn ein Leiden, das geheilt schien, nach einiger Zeit wiederkehrte, ist nicht eine falsche Diagnose oder falsche Behandung schuld daran, sondern die Tatsache, dass wohl jeder Mensch seinen schwachen Punkt hat, und dass dieser Punkt nicht aus der fortwährenden Kontrolle entlassen werden darf. Dies betrifft am meisten das Drüsensystem. Wo Leber und Galle schlecht arbeiten, ist diser Tatsache ein ganzes leben lang Rechnung zu tragen. Ein Ausserachtlassen der entsprechenden Diät kann zu schwersten Rückfällen führen. Dasselbe gilt für  Störungen im Gehirn. Zweimal im Jahr sollten wieder für einige Wochen Kohlblatt und Olivenöl auf dem nachen angewendet werden. Wenn es beim Zentrum X fehlt, rate ich zweimal wöchentlich die Massagen von Kreuz und Leisten, also ständig! Störungen im Zuckerhaushalt, Sehstörungen und Frauenleiden verlangen weiterhin ständigen Einsatz. Auf diese Weise können die entmutigenden Rückschläge verhindert werden.

Es mag uns freilich oft bedrücken, dass wir ein ganzes Leben lang mit gesundheitlichen Schwächen rechnen müssen. Aber hier wird Gottes Erzieherweisheit kund. Denn das Erfahren unserer menschlichen Begrenztheit und Abhängigkeit hält uns von Überheblichkeit und unangebrachtem Selbstvertrauen zurück und bewahrt uns vor manchem verhängnisvollen Fall. Und es weist uns darauf hin, dass wir mit jeder Faser unseres Daseins von Gott abhängig sind. So ist dem glaubenden Menschen alles, was täglich auf ihn zukommt, Liebes und Leid, Erfolg oder Misserfolg Gnade, der er sich frohen und dankbaren Herzens fügt.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 61 - 63).

 

Haarausfall

kann als Ursache eine Fistel oder Zyste haben, aber auch eine Störung im Zentrum X. Die entsprechende Behandlung brachte in vielen Fällen bleibenden Erfolg.

 

Nägelbeissen

Hier kann die Ursache im Kalkmangel aufgrund einer Störung im Zentrum X liegen.

Zwanghafte Verhaltensweisen wie z.B. Waschzwang und krankhafte Esssucht können von Störungen im Zentrum X ausgehen und werden wie die vorigen Leiden behandelt. Schwankender Blutdruck wird oftmals vom Zentrum X beeinflusst.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 63).

 

Kinderlosigkeit

Schon in meinen früheren Schriften habe ich von Fällen gesprochen, wo Kinderlosigkeit erfolgreich behoben werden konnte. Das betraf vor allem Fälle wo ein Kopfleiden die Ursache schwerer hormonaler Störungen bildete. Mit der Beseitigung der Störung im Kopfbereich ging auch der heissersehnte Wunsch nach einem Kind in Erfüllung. Aber immer wieder gab es auch Enttäuschungen und erfolgloses Proben. Mit der Entdeckung des Zentrums X wendete sich das Blatt. Hier trat die allermeiste Ursache der Kinderlosigkeit zutage. Mit der richtigen Behandlung vom Zentrum X kam der Kindersegen. Hier drei Fälle:

Ein Ehepaar war drei Jahre verheiratet. Alle Eingriffe der Ärzte blieben ohne Erfolg. Ich stelle bei der Frau im Unterleib links eine starke Infektion fest, welche die Eileiter entzündete. Die Leute behandelten den ganzen linken Unterleib zehn Wochen mit Kabisblatt und Olivenöl, massierten drei Monate täglich das Zentrum X und die Leisten, die Frau trank 2 bis 3 Tassen Brusttee und abends eine Tasse Frauentee Künzle I/25 und nach vier Monaten erhielt ich Bericht: Es ist ein Kind unterwegs. Der zweite Fall betraf ein Ehepaar, das sieben Jahre vergeblich auf ein kind wartete. Es fehlte bei der kriftig gebauten Frau an der Hirnanhangdrüse, im Unterleib an den Eileitern und am Zentrum X. Die Behandlung war wieder ähnlich: auf den Nacken Kabisblatt und Olivenöl, ebenso für den Unterleib und für das Zentrum X. Und die Frau musste viel Haferflocken essen. Nach drei Monaten kam auch hier der Bericht: Der Arzt stellte eine Schwangerschaft fest.

Beim dritten Fall bestand eine ähnliche Lage. - Ich erhielt bei der glücklichen Geburt der Kinder zugleich die frohe Nachricht: Alle Kinder: Christine, Franziska und Martin sind kräftig und gesund!

Natürlich finden es lange nicht alle Bittsteller für nötig, mir nachträglich Nachricht zu geben. Es wäre doch eine Benachrichtigung und ein Dankeswort wohl am Platze!

Immer wieder sagen mir Leute: Wir können nicht das Pendel befragen. Was dann tun, wenn der Pater einmal nicht mehr am Leben ist? Sicher auf den Nacken drei Monate Kabisblatt auflegen und mit Olivenöl einreiben, dann das Zentrum X und die Leisten vorn behandeln. - Gut! Aber wie finden wir den Herd der Entzündung? Habe ich nicht oft gesagt: Man mache den Öltest; trage Olivenöl auf und reibe feines Kochsalz ein. Und wo sich dann eine kröftige Rötung zeigt, wende man 2 bis 3 Monate Kabisblatt und Olivenöl an und trinke fleissig Brusttee. Bei tiefliegender Entzündung kann es mehrere Minuten dauern, bis sich die Rötung zeigt!

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 63 - 65).

 

"Mein Kind will nicht einschlafen"

Rosalia heisst das Kind, ein herziges, schwarzhaariges 4jähriges Mädchen. Die Eltern sind mit ihm von weither gekommen. "Das Kind will abends nicht zu Bett gehen, und es will nicht in seinem Zmmer und in seinem eigenen Bett bleiben. Es verlässt sein Bett, und wir müssen es in unser Bett nehmen, aber das ist auf die Dauer kein Zustand. Auch schreit das Kind nachts oft ganz plötzlich auf und weint. Erst wenn wir Licht machen, wird es ruhig." die Eltern sprechen die Vermutung aus: "Könnte nicht eine böse Macht dahinter stehen? Ist jemand da, der uns schadet?"

Ich überlege: Es könnten Wasseradern unter dem Bett des Kindes verlaufen, aber be ider Prüfung fällt diese Möglichkeit weg. Böse Einflüsse müsste ich als letzte Möglichkeit in Betracht ziehen, aber in den 25 Jahren meines Arbeitens bin ich zum Glück noch nie auf einen derartigen Fall gestossen. - Allzuleicht glauben die Leute an böse Einflüsse und lenken einen falschen Verdacht auf Personen, die ohne Schuld sind. Die Grundhaltung eines Christen darf nicht die Angst vor dem Teufel sein, sondern vertrauende Liebe auf des himmlischen Vaters gütige Hand. - Nun teste ich Rosalias Kopf: ein Bluterguss! Jetzt ist mir die Sache klar. Ich erzähle, was ich vor wenigen Jahren selber erlebt habe: bei einer Treppe verfehlte ich eine Stufe und stürzte. Kopfweh bekam ich nicht, aber nach wenigen Tagen traten Schlafstörungen ein. Ich erwachte mit schwerzen Angstgefühlen. Ich konnte mich legen wie ich wollte, es half nichts. Schliesslich machte ich Licht und versuchte, bei Licht zu schlafen. Am Abend wehrte sich mein Inneres, zur Ruhe das Bett aufzusuchen, und nur widerwillig ging ich zu Bett. Ich schlief ein, erwachte aber wieder nach kurzer Zeit. Dieser Zustand besserte sich, als ich den Kopf mit Olivenöl einmassierte.

So gab ich nun den Eltern den Rat, Rosalias Haar kurz zu schneiden und 2 bis 3 Monate lang den Kopf mit Olivenöl und den Nacken mit Kohlblatt zu behandeln. Nach mehreren Monaten kam von den Eltern die Nachricht, ihr Kind schlafe nun friedlich und allein.

Ein weiterer Fall: Wiederum ist ein besorgtes Elternpaar da und bittet um Hilfe. Ihr Kind weine und schreie jede Nacht. Und auch sie vermuten, eine böse Macht plage das Kind. Ich teste. Diesmal trägt nicht der Kopf, sondern das Zentrum X die Schuld. Täglich zweiminütige Massagen von Kreuz und Leisten bringen in kurzer Zeit den ersehnten Erfolg.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 65 - 67).

 

Bettnässen

Da das Zentrum X grossen Einfluss auf den Zuckerhaushalt hat, helfen Kreuz- und Leistenmassagen bei Bettnässen.

Zusätzlich muss auch 2 bis 3 Monate lang Zuckerdiät gehalten werden. Hin und wieder kann das Bettnässen auch die Folge von Erkältungen sein. Gescheite Mütter verbieten den Kindern Eis und Getränke aus dem Eisschrank. Auch lassen sie die Kinder nicht in leichtester Bekleidung herumgehen. Ich habe vor dem Kircheneingang einen Anschlag ausgehängt: Den Intelligenzgrad und das Fingerspitzengefühl der Mütter sieht man an der Bekleidung der Kinder.

 

Epileptische Anfälle

Ich möchte noch besonders darauf aufmerksam machen, dass epileptische Anfälle nicht nur vom Kopf ausgehen können, sondern in einzelnen Fällen auch vom Zentrum X ausgelöst werden. Ein typischer Fall ist Edwin. Er litt jahrelang unter schweren epileptischen Anfällen und musste ständig starke Psychopharmaka einnehmen. Da er einmal einen schweren Unfall erlitten hatte, behandelte er auf meinen Rat hin Kopf und Nacken mit Olivenöl und Kohlblatt. Diese Behandlung verminderte zusehends die Anfälle, aber erst die nachfolgende Behandlung des Zentrums X und das Trinken von Frauentee beschränkten die Anfälle auf ein Minimum.

Dass ich heute auch in solch schweren Fällen helfen kann, kommt nicht von ungefähr. Es war ein weiter Weg vom kleinen Peterli, der nicht schafen wollte und bei dem ich vor Jahren das erste Mal auf das Zentrum X stiess, bis zu den grossen Hilfeleistungen der letzten Jahre. Wenn geheilte Patienten danken kommen, kann ich jeweils nur sagen: "Danken wir Gott, dass er die Ursache der Krankheit hat finden lassen!"

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 67 & 68).

 

Ausfall der Menstruation

Eine besorgte Mutter scheute die weite Reise ins abgelegene Münstertal nicht und kam mit ihrer 23jährigen Tochter her. Diese litt seit Jahren  an schweren Depressionen und hatte jede Lebensfreude verloren. Auch blieb seit 5 Jahren die Monatsregel aus. Die Ärzte waren ratlos und verwiesen die Tochter zur Behandlung in eine psychiatrische Klinik. Das Resultat der Kur war gleich Null, und man entliess die Kranke mit einer Menge von Psychopharmaka.

Ich nahm wie gewohnt einen Gesamttest vor und stellte vor allem ein von einem Sturz herrührendes Blutgerinnsel im Kopf fest. Was in diesem Fall gemacht werden musste, war klar: Der Kopf musste mit Olivenöl und der Nacken mit Kohlblatt behandelt werden. Die zweite grosse Störung fand sich beim Zentrum X. Ich verschrieb also das Massieren von Kreuz und Leisten und das Trinken von Frauentee.

Tags darauf telefonierte mir die Mutter, dass sich die Tochter beharrlich weigere, die Kopfkur zu machen. Sie wolle auf keinen Fall das Haar schneiden lassen, obwohl sie auch unter starkem Haarausfall leide. Ich erkläre entschieden, dass ich keinen anderen Weg wisse, wenn es zu einer Besserung des Zustandes kommen solle.

Wochen und Monate waren vergangen. Da erhalte ich aus der Ostschweiz von Mutter und Tochter einen Brief folgenden Inhalts: "Wir haben uns nun doch zur Durchführung der von Ihnen angeratenen Kur entschlossen - und hier das Ergebnis: Nach sechseinhalb Wochen waren die Depressionen verschwunden und nach dreieinhalb Monaten setzten auch die Monatsblutungen wieder ein."

Ein zeitweiliger Rückschlag trat ein, als sich die Tochter bei einem Ferienaufenthalt in Spanien starker Sonnenbestrahlung aussetzte - wenn die Leute es nur begreifen wollten, wie gefährlich sich für die Kopf- und Rückennerven das stundenlange Liegen an der prallen Sonne auswirkt!

Ein volles Jahr war auch die Menstruation bei einer deutschen Studentin ausgefallen. Die Behandlung des Zentrums X und das regelmässige Trinken von Frauentee brachten die ersehnte Hilfe. Die Eltern dieser Tochter schrieben mir nachher: "Das Ganze kommt uns wie ein Wunder vor!" Nun ein Wunder war's nicht! Wohl aber ist es ein Hinweis mehr, welche Möglichkeiten eine gebührende Beachtung und folgerichtige Behandlung des Zentrums X in sich birgt.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 68 & 69).

 

Krampfadern

Frau Lina ist eine von schweren Krampfadern geplagte Hausfrau. Ein Bein ist vollständig offen und nässt stark, das andere Bein ist ebenso dick geschwollen und trägt eine offene Wunde. Alles Baden und Salben hilft nicht. Frau Lina muss sich für Wochen ins Bett legen und die offenen Wunden pflegen.

Ich stelle eine schwere Störung des Zentrum X fest und dadruch hervorgerufen auch eine Störung des Zuckerhaushaltes. Der Arzt kann aber keine Diabetes feststellen. Er empfiehlt Frau Lina eine Fastenkur, damit sich ihr Übergewicht vermindere. - Ich rate zur Behandlung von Kreuz und Leisten mit Olivenöl, zu vorläufiger Zuckerdiät und zum Trinken von 3 Tassen Frauentee am Tag. Und siehe da: Nach Wochen schwellen die Beine ab, die Wunden schliessen sich, und Frau Lina besorgt wieder ungehindert den Haushalt.

Diese Kur, vor allem die Kreuz- und Leistenmassage und den Frauentee, möchte ich allen von Krampfadern geplagten Frauen sehr ans Herz legen. Es gilt auch hier: Nicht nur das kranke Organ, sondern den ganzen Leib kurieren!

Ich muss wohl nicht besonders darauf hinweisen, wie wohltätig sich in dieser Hinsicht täglich warme Fussbäder (z.B. Salzwasser oder einem Kräuterbadezusatz) auswirken.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 70).

 

Beinamputation

Ich habe es einmal erlebt, dass einem 15jährigen Jungen ein Bein abgenommen wurde. Die Ärzte bestanden darauf, es sei Krebs. Durch Bekannte erhielt ich Kenntnis davon. Ich testete, fand aber nicht Krebs, sondern ein brandgefährdetes, absterbendes Bein. Woher dies wohl kam? Ich stelle, herrührend vom Zentrum X, eine schwere Zuckerstörung fest. Vergeblich mühte ich mich um Aufschub der Amputation, um das kranke Bein zu retten. Der Junge muss nun Zeit seines Lebens eine Prothese tragen.

Einem 60jährigen Bekannten drohte das gleiche Schicksal. Hier hatte ich mehr Glück. Eine schwere Unterleibsinfektion verursachte eine starke Zuckerstörung, die den Fuss gefährdete. Kohlblattauflagen und Olivneölmassagen auf Hüfte und Fuss retteten die Lage. Nach drei Monaten war und blieb der Fuss gerettet.

 

Psychologische Heilungen

Ob ich auch psychologisch heile?

Ich bin mir voll bewusst, wie eng der Zusammenhang zwischen seelischem Erleben und einer Krankheit sein kann. Ich bin kein Psychiater, aber als Geistlicher weiss ich, wie ein aufrichtiges Bekenntnis der vollen, ungeschminkten Wahrheit freimacht und welches Aufatmen ein solches Bekenntnis bringen kann. Ich überlasse lange Aussprachen mit Patienten dem Psychiater und wende mich dem kranken Organ zu, denn normalerweise muss dieses auch behandelt werden.

Einen einzigen Fall habe ich erlebt, in dem eine Heilung auf psychologische Grundlage erfolgte. Ein Mann frage mich wegen eines unangenehmen Leidens um Rat. Er hatte es noch keinem Arzt anzuvertrauen gewagt und lebte in ständiger Angst. Ich ging auf die Sache ein und gab anhand von Tests eine Anweisung. Am andern Morgen in aller Frühe erheilt ich einen Telefonanruf: "Herr Pater, ich bin geheilt, ein Wunder!" Ich berichtigte: Es ist kein Wunder, sondern durch die offene Aussprache hat sich der jahrelang gestaute Krampf gelöst!"

Bei der heutigen Krebs- und Tumorangst ist die Beseitigung aller unnötigen Furcht wichtig. Ofmals atmen die Patieten nach der Aussprache auf und sagen: "Es ist also nicht Krebs, nun fühle ich mich schon fast gesund." - Warum den Leuten immer Angst einjagen und das Schrecklichste vormalen? Wenn es so weitergeht, sind wir bald ein Heer von Psychopathen.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 71 & 72).

 

Wunder?

Immer wieder muss ich es erleben, dass meiner Heilweise Wundercharakter zugesprochen wird. doch gegen eine solche Ansicht muss ihc mich mit allen Kräften wehren. Um Wunderheilungen handelt es sich da, wo die Heilung augenblicklich, durchgreifend und bleibend erfolgt, und zwar auf Anruf Gottes und der Heiligen, besonders der hl. Gottesmutter Maria.

Meine Heilweise hat damit nichts zu tun. Wohl bete ich, wie jeder Christ es vor seiner Arbeit tun sollte, aber die Arbeit des Pendelns erfolgt auf völlig rationaler Grundlage. Auch der Patient muss das Seine beitragen, muss oft wochen- oder monatelang kuren und darf die Geduld nicht verlieren. Was ist da Wunderbares daran?

Bei einem wirklichen Wunder geschieht ein Eingreifen Gottes über die natürlichen Gegebenheiten hinaus. Das Wunder wird zur Offenbarung des Schöpfer-Gottes, der das sprach - und es ward. Die 4 heiligen Evangelien erzählen von unzähligen Wundern, die der menschgewordene Sohn Gottes in seinen Erdentagen zur Beglaubigung seiner Sendung gewirkt hatte. Und wir müssen dies so wunderbaren Berichte mit derselben Ergriffenheit hören und lesen, wie sie von den Augenzeugen einst erlbt, im Gedächtnis behalten und niedergeschrieben worden sind und wie sie uns die Krche durchdie Jahrhunderte unverfälscht und in ihrer ursprünglichen Leuchtkraft überliefert hat. Die Pendeldiagnose ist weder übernatürlich, noch dämonisch, noch magisch, sie gehört vollständig der natrülichen Ordnung zu.

(P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 72 & 73).